Neujahrsempfang: Engagement für „zukunftsfeste, lebenswerte und bildungsstarke“ Stadt Olsberg

Olsberg. Dass das Jahr 2026 in der Stadt Olsberg – wie in vielen NRW-Kommunen auch – nicht einfach werden wird, daran ließ Bürgermeister Patrick Potthoff in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang keinen Zweifel. Andererseits gebe es überhaupt keinen Anlass, deswegen den Kopf in den Sand zu stecken. Er habe sein Amt „mit der festen Überzeugung angetreten, dass wir die vor uns stehenden Aufgaben mit Sicherheit bewältigen können“, unterstrich Patrick Potthoff: „Weil ich die Stadt Olsberg nicht als reine Institution sehe. Olsberg ist eine Gemeinschaft von 15.000 Menschen, die sich hier wohlfühlen und gerne hier leben.“

 

Rund 220 von ihnen – aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft – waren jetzt zum Neujahrsempfang der Stadt Olsberg in den kleinen Saal der Konzerthalle gekommen – zu einem Dankeschön für ihr Engagement, wie Bürgermeister Potthoff bekannte: „Sie als Macher halten die Stadt Olsberg am Laufen, und so können wir weiterhin mutig den Weg in die Zukunft begehen.“

 

Gleichzeitig machte Patrick Potthoff deutlich, welche Akzente er für die Stadt Olsberg nun setzen möchte. Seine Vision sei es, „die Stadt Olsberg zukunftsfest, lebenswert und bildungsstark aufzustellen.“ Durch gezielte Zusammenarbeit mit den regionalen Betrieben, die Ansiedlung innovativer Handwerks- und Dienstleistungs-Unternehmen z.B. im Hohlen Morgen und auch durch den Ausbau der digitalen Infrastruktur solle die Wirtschaft gestärkt werden.

 

Gleichzeitig mahnte Patrick Potthoff einen Bürokratieabbau an: „Ich kenne den Blick aus der Wirtschaft, aber nun auch aus Politik und Verwaltung, und ich kann nur sagen: Es lähmt.“ Es gebe einen viel zitierten Vergleich: „Die 10 Gebote haben 119 Worte, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung hat 1300 Worte, und die europäische Verordnung zur Einführung von Karamell-Produkten knapp 26.000.“ All das habe direkte Auswirkungen bis auf die kommunale Ebene, „hier braucht es Lösungen, die wir nicht direkt beeinflussen können, zu denen wir aber hier vor Ort sicher unseren Teil beitragen.“

 

Wirtschaft, Wohnen, Bildung, Freizeitangebote, Ehrenamt – all das seien Themen, die nur im Zusammenspiel funktionieren, damit sich alle Generationen in der Stadt Olsberg wohlfühlen. Patrick Potthoff: „Darauf basiert meine Vision: Wir bringen diese Themen in den Einklang. Daher arbeiten wir zurzeit daran, Bestehendes zu analysieren, Potenziale zu erkennen und Konzepte für eine schlagkräftige Heimat zu entwickeln.“

 

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Digitalisierung. Erste Prozesse wie die Einführung einer künstlichen Intelligenz oder eines Chat-Bots stehen im Rathaus in den Startlöchern: „Immer mit der Prämisse, dass uns dies bei unserer Arbeit hilft und effizienter macht. Und auch unter der Prämisse, dies mit allen Bürgerinnen und Bürgern zu gestalten, ohne vorhandene Services zu verlieren.“

 

„Digitalisierung ist kein Hexenwerk“ war denn auch der Vortrag von Oliver Allesch betitelt. In Olsberg aufgewachsen, ist er in Essen als Rechtsanwalt tätig. Für neue Impulse im Digitalisierungsbereich reist er sogar bis ins Silicon Valley zur Legal Tech Conference an der Stanford University in Kalifornien. Sein Credo: Digitalisierung dürfe kein Selbstzweck, sondern müsse echte Verbesserung im Alltag sein. Wichtig seien funktionierende Strukturen: „Wer analog chaotisch arbeitet, wird auch digital chaotisch arbeiten – nur schneller.“ Und von zentraler Bedeutung sei es, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubinden: „Niemals Technik statt Menschen, sondern Technik für Menschen.“

 

Der Neujahrsempfang bildete auch den festlichen Rahmen für die Übergabe der Heimatpreise der Stadt Olsberg sowie der Preise für bürgerschaftliche Aktivitäten. Mit dem 1. Platz des Heimatpreises wurde die Jugendleitung des Musikvereins „Eintracht“ Olsberg ausgezeichnet, der zentral für die musikalische Nachwuchsarbeit und das Vereinsleben der Stadt ist. Der zweigeteilte 2. Platz geht an die Vereine „Olsberg Mittendrin“ und „bigge-online“ für ihre unabhängige und bürgernahe Informationsarbeit auf lokaler Ebene.

 

Mit dem Preis für bürgerschaftliche Aktivitäten wurden folgende Preisträgerinnen und -träger gewürdigt: aus Antfeld Markus Sliviok für das Engagement in der Restaurierung kultureller und religiöser Denkmäler, Wolfgang und Ulrike Düppe für Pflege und Gestaltung der Pflanzkübel am Dorfeingang und Manfred Brandenburg für die Pflege und Gestaltung öffentlicher Flächen; aus Bigge Steffi Brüschke und Gabi Hillebrand für ihre jahrelange Unterstützung des Zeltlagers der Bigger Jugend als „Koch-Muttis“ sowie Iris Peters, Gaby Hennecke und Brunhilde Sabinarz für ihr langjähriges Engagement in der Kleiderkammer der Caritas Bigge; aus Brunskappel Marianne Körner für die Pflege der historischen Trockenmauer; aus Elleringhausen Lars Kühler, Marcel Körner und Felix Wiegelmann für Aufbau, Pflege und Sicherstellung der Bespielbarkeit des Rasenplatzes; aus Elpe/Heinrichsdorf Alexandra Hartmann für die jahrelange Pflege der Blumenbeete und Anlagen; aus Helmeringhausen Rudolf Hillebrand für die Recherche und Erstellung einer Ortschronik; aus Olsberg Werner Schwering für sein Engagement als Vorlesepate der Stadtbücherei und Edeltraud Lahme für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz im Ortsverband der Landfrauen; aus Wiemeringhausen Günter Meier für die Unterstützung beim Bau von Spielgeräten und Ruhebänken und aus Wulmeringhausen Benedikt Fichna für die Pflege des Grundstücks am Nikolaus-Bildstock.

Author: Stadt Olsberg

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